Santa Maria Forisportam, der Zugang zur römischen Stadt

Über das Stadttor Porta Elisa, das die Prinzessin Elisa Baciocchi, die Schwester Napoleons, öffnen ließ, um einen Zugang in die Stadt von Florenz aus kommend zu haben, beginnt ein Rundgang in die Geschichte der Stadt im Rücklauf: auf wenigen Metern begegnen sich Mittelalter und Antike, der mächtige mittelalterliche Torturm (13. Jahrhundert) – nach den Heiligen Gervasio und Protasio benannt – und der Platz Santa Maria Foris Portam, was wörtlich übersetzt „außerhalb des römischen Tors“ heißt.  Genau an dieser Stelle bzw. an der Einmündung zur Via Santa Croce befand sich das Eingangstor zur römischen Stadt (2. Jahrhundert v. Chr.). 

Auf diesem Rundgang begegnet man wichtigen Bauwerken: Villa Bottini die die Familie Buonvisi in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts  mit einer italienischen Gartenanlage und einem Nymphäum erbauen ließ;  die Via del Fosso, in der sich der im 14. Jahrhundert entlang der mittelalterlichen Stadtmauer angelegte öffentlichen Kanal befindet; zuletzt die Kirche Santa Maria “Forisportam”, deren Fassade und Innenraum mit dekorativen Elementen des klassischen Zeitalters geschmückt sind.