Pfarrkirche San Leonardo in Treponzio

Am Fuße des Monte Pisano, in der Region Compitese, liegt unter den vielen reizvollen Dörfern San Leonardo in Treponzio. Der Ortsname Treponzio (vom lateinischen thripuntio), der erstmals in einem Dokument aus dem Jahr 757 auftaucht, bedeutete „der Ort der drei Brücken“ oder einfach „zwischen den Brücken“.

Die Südseite der Pfarrkirche San Leonardo in Treponzio weist drei lange, schmale Fenster auf, über denen kleine, geschnitzte Köpfe thronen. Vor dem Gebäude befindet sich ein kleiner Garten mit einem Baum und einem Taufbecken.

ADRESSE: Via del Borgo, San Leonardo in Treponzio (Capannori)

Etwas versteckt zwischen den Steinhäusern und engen Gassen, aber dennoch leicht zu finden, steht die romanische Kirche San Leonardo in Treponzio, ein kleines Juwel mittelalterlicher Architektur.
Es existierte bereits im Jahr 1115 und verfügte nebenan über ein antikes Krankenhaus, das Wanderern und Pilgern half, die auf den wichtigen Straßen entlang des im 19. Jahrhundert trockengelegten Sextensees unterwegs waren.

Erbaut im romanischen Stil von Lucca, der Tradition entsprechend von Osten nach Westen ausgerichtet, hat sie ein einziges Kirchenschiff, eine halbrunde Apsis und ein Satteldach mit Holz- und Ziegelbindern. Der Bau der Kirche erfolgte mit Steinblöcken aus der nahegelegenen Gegend von Guamo.

Über dem Eingangsportal der Fassade befindet sich ein feiner Fries aus weißem Marmor, der mit einem Pflanzenwirbel aus Blättern verziert ist, zwischen dem die Figur einer Meerjungfrau hervorsticht (Symbol der Freuden des irdischen Lebens). Die Enden sind mit zwei Skulpturen in Form von Köpfen verziert, einer menschlichen und einer tierischen (Symbol für Intelligenz und Wildheit). Im Inneren der Archivolte vervollständigt ein Flachrelief mit der Darstellung des Lebensrads und dreier Windräder diese reiche allegorische Darstellung der menschlichen Existenz.
Auch die Südseite der Kirche weist ein interessantes Portal mit Kapitellen aus weißem Kalkstein und einer Lünette auf, die abwechselnd aus Quadersteinen aus lokalem Stein und weißem Marmor besteht. Auf dieser Seite fallen die vier einbogigen Fenster auf, die mit kleinen menschlichen Köpfen verziert sind.
Gegenüber, in der kleinen, einladenden Grünanlage des ehemaligen Friedhofs, befindet sich ein Becken, das ursprünglich als Taufbecken diente; rechts davon steht der Glockenturm von 1849.

Romanische Reiseroute
Die Kirche ist eine Station auf einer romanischen Route im oberen Tyrrhenischen Meer zwischen Italien und Frankreich.
Natur-, Geschichts- und Kulturpfade, die auf Pfaden und alten Wegen durch kleine Bergdörfer und ländliche Gebiete führen, wo Sie auf kleinere religiöse Bauwerke, Kirchen, Basiliken, Pfarrkirchen und Kapellen stoßen, die darauf warten, wiederentdeckt zu werden.