Ragghianti-Stiftung

Das Kunststudienzentrum Licia und Carlo Ludovico Ragghianti wurde 1981 gegründet, als die Ragghiantis ihre Bibliothek, Fotothek und ihr Archiv der Cassa di Risparmio di Lucca schenkten. Ihr Ziel war es, ein dauerhaftes Labor für das Studium und die Verbreitung von Kunst sowie ein Zentrum zur Förderung der Kunstgeschichte und der kulturellen Erfahrungen Luccas zu schaffen. Einige Jahre später wurde der Verein in eine Stiftung umgewandelt.

Im Garten der Ragghianti Foundation stehen zeitgenössische Skulpturen auf Hochbeeten. Das Gebäude der Ragghianti Foundation ist im Hintergrund zu sehen.

Kontakt

ADRESSE: Monumentalkomplex von San Micheletto - Via San Micheletto, 3 Lucca

TELEFONO: 0583 467205

Carlo Ludovico Ragghianti, geboren 1910 in Lucca, war Kunsthistoriker und -theoretiker. Er schrieb Bücher und Essays über Kunsttheorie und -methodik, zeitgenössische Kunst sowie Kino und Unterhaltung als Ausdrucksformen figurativer Kunst. Von 1952 bis 1965 gab er gemeinsam mit seiner Frau Licia Collobi die Kunstinformations- und Kulturzeitschrift seleARTE heraus, eine der bedeutendsten Kulturpublikationen der Nachkriegszeit mit einer Auflage von bis zu 55.000 Exemplaren.

Die Stiftung hat ihren Sitz im Monumentalkomplex von San Micheletto (ehemaliges Kloster San Michele).

Die Buchsammlungen der Bibliothek (Schenkungen von CL und L. Ragghianti, PC Santini, A. Geri, S. Coppola, D. Sella, R. Carrieri, M. Tobino, A. Salvadori, I. Belli Barsali, G. und V. Pieraccini) umfassen über 70.000 Bände, rund 800 Zeitschriftentitel und Dissertationen der Abteilung für Kunstgeschichte in Pisa. Die Archive von Ragghianti, Santini, Coppola, Guerrini und Cardellini stehen zur Einsichtnahme zur Verfügung, ebenso wie eine Sammlung von über 36.000 Kunstbroschüren und -katalogen. Die Fotosammlungen umfassen rund 180.000 Bilder. Das Zentrum verfügt über eine Sammlung von Gemälden, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen, die dauerhaft in den großen, lichtdurchfluteten Kreuzgängen des Komplexes, entlang des Gartens und in der Eingangshalle des Gebäudes ausgestellt sind. 

In den Innenräumen sind organisiert Kunstausstellungen, Bildungsaktivitäten, Konferenzen und TagungenDarüber hinaus veröffentlicht die Stiftung Ausstellungskataloge, wissenschaftliche Forschungsarbeiten und Abschlussarbeiten zu den Aktivitäten des Studienzentrums. Die Zeitschrift LUK ist die Kulturpublikation der Stiftung.