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Die Alte Stadt

2000 Jahre Geschichte, die man der Stadt ansieht!

 

Die Rekonstruktion der Ursprünge von Lucca ist bis heute Gegenstand der historischen Forschung.

 

Der Name "Lucca" leitet sich vom keltisch-ligurischen Wort Luk ab, was soviel wie "sumpfiger Ort", aber auch "Licht" bedeutet und wohl eine Lichtung in der Vegetation anzeigen sollte. Jüngste archäologische Erkenntnisse deuten hingegen auf einen etruskischen Ursprung der Stadt hin.

Es waren jedoch die Römer, die bei der Gründung der mit Mauern umringten Stadt und der orthogonalen Anordnung der Straßen die offensichtlichsten Spuren ihrer Präsenz hinterließen, mit dem Cardo Maximus / Via Fillungo - Via Cenami und dem Decumanus Maximus / Via San Paolino - Via Santa Croce, und dem Forum, wo heute einer der wichtigsten und eindrucksvollsten Plätze der Stadt zu erkennen ist: Piazza Anfiteatro, das Amphitheater, das in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n.Chr. außerhalb der mächtigen Stadtmauern erbaut wurde.

Im Mittelalter liefen wichtige Handelswege durch Lucca, vor allem über die Via Francigena – die Frankenstraße -, die Pilger und Seidenhändler vom Mittelmeer zu den Märkten Nordeuropas führten. Die Weber und Kaufleute von Lucca genossen großes Ansehen dank der gehandelten edlen Stoffe und dem politischen Gewicht der Stadt an europäischen Königshöfen.

Lucca wurde zu einer kleinen, aber sicheren Republik, die durch einen neuen imposanten Mauerring, durch den sie in Kontakt mit der Aussenwelt blieb, aber bis zur Ankunft der Bonaparte-Dynastie gut geschützt war. Elisa wurde im frühen neunzehnten Jahrhundert Prinzessin von Lucca. Maria Luisa von Bourbon folgte ihr und beide versuchten, die Stadt, die lange isoliert gewesen war, zu modernisieren.

 

 

 

Das Ergebnis ist ein Mosaik aus verschiedenen Zeiträumen,

 

in dem immer wieder neue Ecken und Ansichten entdeckt werden können.
Es kann an den beeindruckenden Einlegearbeiten aus farbigem Marmor an den beiden Hauptkirchen liegen, oder am großen Mosaik - das größte seiner Art an der gesamten Ostküste – der San Frediano -  Kirche, es kann aber auch an dem Gewirr kleiner mittelalterlicher Straßen liegen, die sich eng durch den römischen Grundriss winden: Lucca wird normalerweise als mittelalterliche Stadt dargestellt, hat aber in Wahrheit seine Architektur im Laufe der Jahrhunderte den Geschehnissen angepasst und bewahrt, sodass sich immer wieder neue und unerwartete Gesichter auftun.

 

 


Vom streng angeordneten Straßennetz der römischen Stadtgründung bis zu den verwinkelten mittelalterlichen Gassen,

 

auf denen sich die großen Plätze der Basilikakirchen öffnen, von den imposanten Renaissance-Mauern bis zu den reichen Palästen der Seidenhändler aus dem 18. Jahrhundert, die dem Wunsch nach großen kaiserlichen Räumen gerecht wurden und die Lucca aus dem 19. Jahrhundert charakterisieren, bietet das heutige Lucca eine ausgewogene Mischung aus all diesen Epochen und Lebensstilen.

Die Besonderheit von Lucca ist die sehr lange Geschichte der Stadt, die jede historische Ära intensiv durchlebt und in gewisser Form bewahrt hat. Ihr bestes Profil ist genau das einer Stadt, die es im Laufe der Jahrhunderte geschafft hat, große Plätze und kleine Gassen stets mit großer Behutsamkeit zu vereinen, zu entfernen, zu restaurieren, um den Besuchern ein immer wieder neues Erlebnis und sich ständig verändernde Perspektiven zu bieten.

 

 

Die mächtigen Stadtmauern, ein einzigartiges Bauwerk in Europa,

 

sind ein öffentlicher Park, in dem man sich treffen, spazierengehen, Sport treiben und die Stadt aus einer einzigartigen Perspektive bewundern kann.
Die Plätze stellen eine Bühne für kleine und große Konzerte dar, auf denen eine lange Musiktradition, deren bekanntester Vertreter Giacomo Puccini ist, zu jeder Jahreszeit ihren Platz findet und für alle Musikgenres offen ist.

Das Geburtshaus von Maestro Puccini im historischen Zentrum von Lucca mit vielen Familienerinnerungen, den Räumen, in denen er geboren wurde und lebte, dem Klavier, mit dem er auf der ganzen Welt berühmte Arien komponierte, ist ein Muss für Liebhaber seiner Musik und der Kern eines artikulierten Museumskomplexes, der die Besucher einlädt, die Persönlichkeit, die Leidenschaften, das Genie und das familiäre Ambiente des großen Komponisten zu entdecken.

 

 

Kunst

Lucca hat seine Liebe zu Kunst und Kultur, zu Musik und Architektur im Laufe der Jahrhunderte aufrechterhalten. Verschiedene  Ausdrucksformen von klassischer und zeitgenössischer Kunst finden hier viel Platz und okkupieren manchmal förmlich die ganze Stadt, wie z.B. Zu besonderen Veranstaltungen mit klassischer Musik, Rock und Jazz, bis zu den Pappskulpturen und Comics – Event.

 

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